Michael Saller

Meines Wissens startete ich meine ersten instrumentalen Gehversuche im katholischen Kinderkirchenchor im zarten Alter von 6 Jahren am Xylophon. Auf der Suche nach dem richtigen Instrument erfuhr ich zunächst einige Tiefschläge. Den Wunsch nach einem Klavier zerstörte der gymnasiale Musiklehrer jäh (“Des rentiert si bei dem ned!”) und auch an der Konzertgitarre legte der Bbm die Messlatte schon ziemlich hoch. Da drängte sich so ein Bass direkt auf.

Nach einer sehr kurzen klassischen Ausbildung (1 000 017 Fugen) ging es dann auch gleich über zum E-Bass und zur ersten Rockband in den Keller, ran an die Vierspur und raus auf die Bühne. Doch erst in der übernächsten Band sollte es zu professionellen Studioaufnahmen, Singles und LP´s und großen Live-Auftritten kommen (“da hoda gschaugt, da depperte Musiklehra!”). Danach folgten zwecks Abschlüssen noch Schulbesuche, Studium usw., kurz alles, was man für einen vernünftigen Broterwerb braucht. Die Musik blieb allerdings nie auf der Strecke. So gab es immer Bands im Spektrum Rock, Hardrock, Jazz, Blues, Psychodelic, Coverbands, Musik mit Zauberkünstlern, Studioproduktionen, Musikproduktion für´s öffentlich-rechtliche Fernsehen, jede Menge Auftritte und jede Menge mehr. Auch die Instrumente wurden immer mehr: Percussion in allen Facetten und Formen, Didgeridoo und andere Saiteninstrumente bedrängten das Wohnzimmer immer mehr. Bald widmete ich auch der Musiktherapie große Aufmerksamkeit und Zeit.

Zum Ausklang des letzten Jahrtausends geriet ich an meine ersten Irish-Folk-Band. Die Lebensfreude dieser Musik und die Art der Auseinandersetzung mit dem Leben an sich, das sich in Text, Melodie und Rhythmus ausdrückt, fasziniert mich seitdem sehr und lässt auch nach den vielen Jahren nicht nach.

Fáinne begleite ich seit Anfang 2010 mit Kontrabass, Chorgesang und Percussion und bin sehr dankbar, ein Teil des “Kreises” zwischen Publikum und Musikern zu sein und diese für mich besonders intensive Stimmung und Aura, die hier immer wieder auf´s Neue entsteht, miterleben und gestalten zu dürfen.

Musik ist ein Geschenk für uns alle.